TPL_EVANGEISNEU_SKIP_LINK_LABEL

Die burgenländische Hausandacht für den kommenden Sonntag hat Pfarrerin Claudia Schörner (Rust) verfasst.

Die interessante Kinderandacht finden Sie als  Download – bitte geben Sie diese an Ihre Kinder und Enkel, Nichten und Neffen weiter.

Leider erreichen wir zur Zeit treue Gemeindeglieder und Gottesdienstbesucher ohne Internetzugang kaum. Wenn Sie solche Schwestern oder Brüder in Ihrem persönlichen Umfeld kennen, drucken Sie die Hausandacht aus (wir können sie nicht wie in kleineren und weniger verstreuten Gemeinden nicht von Haus zu Haus verteilen) und schenken Sie die Andacht diesen Gemeindegliedern (Extra zum Ausdruck noch einmal als  Download). Danke. Ein Liebesdienst.

Aktuelle Mitteilungen finden Sie unten nach der Hausandacht.

Evangelische Kirche A.B. im Burgenland

Hausandacht

für den Sonntag Jubilate, am 3. Mai 2020

 

ERÖFFNUNG

Immer noch leuchtet das Osterfest über uns, heute mit dem Satz des Apostel Paulus. Im Wochenspruch (2 Korinther 5,17) heißt es: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, Neues geworden“.

Jubilate – Jubelt! Jubilate ist der Sonntag, der dem schöpferischen Handeln Gottes gedenkt und der in den Jubel über die Auferstehung als Neuschöpfung einstimmt.

So bitten wir Gott, uns nahe zu sein und feiern diese Andacht …

… im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen.

Dank für Gottes wunderbare Führung – PSALM 66

Jauchzet Gott, alle Lande!
Lobsinget zur Ehre seines Namens;
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!
Deine Feinde müssen sich beugen
vor deiner großen Macht.
Alles Land bete dich an und lobsinge dir,
lobsinge deinem Namen.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes,
der so wunderbar ist
in seinem Tun an den Menschenkindern.
Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie gingen zu Fuß durch den Strom;
dort wollen wir uns seiner freuen.
Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich,
seine Augen schauen auf die Völker.
Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
Lobet, ihr Völker, unsern Gott,
lasst seinen Ruhm weit erschallen,
der unsre Seelen am Leben erhält
und lässt unsere Füße nicht gleiten. Amen.

GEBET

Staunend, freundlicher Gott,
bewundern wir die Fülle,
die Vielfalt und Pracht all der Gaben,
die du werden und wachsen lässt.
Mit allen Sinnen können wir spüren,
wie gut du es mit uns meinst
und wie viel wir dir wert sind.
Allezeit, Gott, wollen wir dir danken
für das Werk deiner Schöpfung und dich von ganzem Herzen loben. Amen.

JOHANNESEVANGELIUM 15, 1-8 und PREDIGTGEDANKEN

Jesus spricht zum Abschied zu seinen Jüngern und sagt:

„Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“

Das von der Künstlerin Erika Steinbeck prachtvoll gestaltete Kirchenfenster befindet sich  in der Markuskirche in Velbert, in Nordrhein-Westfalen.

Liebe Gemeinde!

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Wie das Bild vom guten Hirten mit seiner Schafherde, so war auch das Bild von Weinstock und den Reben den Zeitgenossen Jesu wohl sehr vertraut. Letzteres ist den Menschen auch hier im Burgenland liebevoller und lebenswichtiger Alltag.

In Israel wurde also viel Wein angebaut, und so wussten die meisten Menschen, wie ein Weinstock wuchs und wie der Weingärtner ihn pflegte. Schon im Alten Testament haben Propheten Gott mit einem Weingärtner verglichen, sein Volk mit einem Weinberg. Was bedeutet es nun für unser Leben als seine Jünger?

Gott ist der Weingärtner, der den Weinstock liebevoll hegt und pflegt, so dass er wachsen und Frucht bringen kann. Jesus ist der festverwurzelte Weinstock, durch den die Reben mit dem Boden und dem Nährenden verbunden sind. Und wir, seine Jünger sind die Reben, die Frucht bringen, nicht aus sich selbst heraus, sondern durch ihre Verbindung zum Weinstock und durch die gute Pflege. Gott hat seinen Sohn in den Weinberg unserer Welt ein­gepflanzt, er hat ihn Mensch werden lassen. An diesem Weinstock Christus sprießen und wachsen immer neue Reben. Wird ein Mensch getauft, entsteht ein neuer Zweig. Alle, die wir hier getauft sind, sind Zweige am Weinstock Christus und wir wachsen mit Christus zusammen: Wir gehören zu ihm wie er zu uns gehört.

Ein Zweig am Stamm bleibt nicht immer gleich, sondern er wächst und entwickelt sich. So ist auch das Christen­leben ein ständiges Wachsen und Weiterentwickeln. Ein Zweig, der sich nicht mehr verändert, ist tot. Abgestorben. Eine solche Rebe wird vom Weingärtner abgeschnitten, denn sie kann keine Trauben mehr hervor­bringen. Auch ein getaufter Mensch, der aber im Laufe seines Lebens vom Weinstock Christus löst, der nicht mehr Gottes Wort hört, bekommt keine Nähr­stoffe aus dem Stamm mehr, die vom himmlischen Vater erwünschte Frucht bleibt aus.

Wenn wir aber am Weinstock Jesus Christus bleiben, an seinem Evangelium und der Gemeinschaft der Christenheit, dann wachsen wir geistlich und entwickeln uns weiter. Dann stellt sich auch die erwünschte Frucht ein. Christus sagt: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“

Frucht bringen? Was meint das? Gemeint ist die Liebe. Gott ist der Urgrund der Liebe. Als geliebte Menschen können wir lieben und diese Liebe weitergeben. Mit dem Wörtchen „Liebe“ ist alles gesagt, was unser Christen­leben an Ertrag bringen soll.

Nicht viele Früchte sind es, sondern nur eine Frucht, und doch ist diese eine Frucht sehr vielfältig. Es ist eben genauso wie beim Wein. Da haben wir einmal die schönen, frischen, süßen Wein­trauben, eine wahre Köstlich­keit: große und kleine, grüne und blaue, mit oder ohne Kerne – die ver­schiedensten Sorten eben, aber alles Wein. So vielfältig erfrischend kann die Liebe sein: ein Lächeln, ein auf­munterndes Wort, eine kleine Auf­merksam­keit, all das ist „Glaubens“­-Frucht. Dann haben wir noch bereits getrockneten Beeren: Rosinen, Sultaninen, Korinthen. Sie sind lange haltbar. Das ist die reife und dauerhafte christliche Liebe.

„Ohne mich könnt ihr nichts tun,“ fügt Jesus hinzu. Der süße Saft und das würzige Aroma, das eine gute Frucht erst ausmacht, kommt nicht aus uns selbst heraus. Entscheidend ist, dass die Rebe mit dem Weinstock lebendig verbunden bleibt. Dann stellt sich die Frucht von selbst ein.

"Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus." Amen.

GEBET

Herr, wie ein Baum, so sei vor dir mein Leben,
Herr, wie ein Baum, sei vor dir mein Gebet.

Gib Wurzeln mir, die in die Erde reichen,
dass tief ich gründe in den alten Zeiten,
verwurzelt in dem Glauben meiner Väter.

Gib mir Kraft, zum festen Stamm zu wachsen,
dass aufrecht ich an meinem Platze stehe
und wanke nicht, auch wenn die Stürme toben.

Gib, dass aus mir sich Äste frei erheben,
oh meine Kinder, Herr,
lass sie erstarken, und ihre Zweige recken in den Himmel.

Sei Zukunft mir und lass die Blätter grünen
und nach den Wintern Hoffnung neu erblühen,
und wenn es Zeit ist, lass mich Früchte tragen.

Herr, wie ein Baum, so sei vor dir mein Leben,
Herr, wie ein Baum, sei vor dir mein Gebet.

Lothar Zenetti

 

Wir beten mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat: VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

SEGEN

Gott segne uns und behüte uns.
Gott blicke uns freundlich an und sei uns gnädig.
Gott sei uns nahe
und schenke uns und der ganzen Schöpfung Frieden.
Amen.

LIED

EG 406, 1+4 „Bei dir Jesu, will ich bleiben“
auf www.google.at oder auf youtube.com eingeben.: EG 406 Gospelsterne


Öffentliche Gottesdienste

sind zwar ab 15.Mai wieder erlaubt, aber mit vielen Auflagen verknüpft (10m² pro Person, Abstandsregeln, Ordnerdienste, Hygienevorschriften, Mundmasken, Haftung bei Ansteckung etc. … viele Fragen sind offen)

Darum werden in Eisenstadt/ Neufeld wie in den meisten burgenländischen Gemeinden die Gottesdienste erst mit Pfingstsonntag, 31.Mai 2020, wieder gefeiert werden.

Das gilt auch für Kindergottesdienste, bei denen die geforderten Abstandsregelungen wohl kaum eingehalten werden können.

Dies immer unter Vorbehalt der Entwicklungen. Die Informationen ergänzen einander oder ändern sich fast täglich.

Die „Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik“ unserer Synode hat sehr detaillierte Richtlinien für die Abhaltung von öffentlichen Gottesdiensten herausgegeben. Wie wir diese umsetzen, werden wir auf der Presbyter-Videokonferenz am Donnerstag, 7. Mai, besprechen.

Wie Sie sicher bemerkt haben, waren wir bemüht, Sie in den letzten Wochen immer auf dem Laufenden zu halten, transparent, vorsichtig und zuversichtlich.

„Im Glauben und im Gebet verbunden“ – wir haben uns bemüht, spirituelle Angebote und Anregungen über Gemeinde- und Ländergrenzen weiterzugeben und merken an den Rückmeldungen, dass dies sehr positiv aufgenommen wurde. Nachzulesen in den vorangegangenen Mails und auf der Homepage.

Machen Sie Gebrauch davon und blättern ruhig auch einmal zurück in die letzten Wochen.

Nochmals herzlichen Dank an unseren Vize-Kurator Matthias Scheriau, der unsere Impulse, Anliegen und auf unsere Homepage gesetzt, positiv kritisch begleitet und dort mit viel Mühe verlinkt hat.

Online- Gottesdienste aus dem Burgenland können Sie jeden Sonntag ab 9.30 Uhr via Livestream auf www.evangelisch-ab-ow.at/online-gottesdienst mitfeiern.

Am 3. Mai mit dem neuen reformierten Pfarrer von Oberwart, Richárd László Kádas und Team; Orgel: Daniel Csefalvay

Am Mittwoch um 8 Uhr wird er auch live auf ORF III übertragen (vereinbart bis 31.Mai).

Achtung: Der am Mittwoch wegen technischer Probleme ausgefallene Gottesdienst mit Claudia Schörner (Rust) und Carsten Marx (Großpetersdorf/ Rechnitz) wird am Samstag, 2. Mai um 8.30 Uhr in ORF III ausgestrahlt. Nachträglich auch in der Mediathek oder im Livestream Oberwart.

Tägliches Mittagsgebet von Montag bis Samstag ab 12 Uhr auf Youtube abrufbar:
evang.at/Mittagsgebet (alle Mittagsgebete seit über einem Monat auch im Archiv).

Speziell für Kinder und Familien

Kinderandacht s.o. und  Download

Familiengottesdienste online: aus Waiern/Kärnten um 9.30 Uhr: youtube/Waiernchannel

Angebote für Kinder: www.evangschwechat.at

Für jeden Hinweis, deren es viele gibt, sind wir dankbar und geben sie gerne weiter.

Noch etwas zum Schmunzeln:

Die Karikaturen von: „Schmunzelnde Menschen reflektieren objektiver“

von Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt (Amstetten): evang.at vom 29.4.

Cartoons zur Krise von Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt

Amstetten (epdÖ) – „Ich bilde mir ein: Schmunzelnde Menschen reflektieren objektiver. Ich glaube, das tut auch in der gegenwärtigen Situation gut“, sagt Cartoonist Siegfried Kolck-Thudt über seine Zeichnungen. Seit 24 Jahren ist er Pfarrer in Amstetten, noch länger aber hat er sich dem Zeichnen verschrieben: „Gezeichnet habe ich, seit ich mich erinnern kann.“ Erste Karikaturen für Publikationen seien schon in frühen Schülertagen entstanden. Und jetzt, da er mit „Staunen und Bewunderung die phantasievollen Ansätze“ beobachte, mit denen „gerade auch in dieser Zeit Kirche präsent und Gemeinschaft lebendig“ gehalten werde, wollte auch er einen Beitrag dazu leisten:

„Weil es mir ein großes Anliegen ist, dass in diesen Tagen – neben Sorgenfalten und Händefalten – die Lachfalten nicht zu kurz kommen.“

 

Unsere Gebete verbinden uns weiter, unsere Gespräche verbinden uns weiterhin, und auch trotz der Einschränkungen haben wir viele Möglichkeiten zur geistlichen Inspiration.

Meine große Sorge gilt denen, vor allem älteren Menschen, die keinen Internet-Zugang haben.

Haben Sie Möglichkeiten und Freiräume, denen zu helfen? Oder brauchen Sie selber Hilfe.

Rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir per Email,

Mlg

Pfr. Rampler

0699/188 77 131

Jeden Abend läuten unsere Glocken um 18.15 Uhr zur Verbundenheit mit der Einladung zum Gebet und unseren Geistlichen Impulsen "Im Glauben und im Gebet verbunden". Und am Sonntag um 9.00 Uhr.

Glocken und Klavier in Kirche: Morgenlicht leuchtet EG 455