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Liebe Schwestern und Brüder!

Vorgesehen war, dass am 24.Jänner, unsere neue Lektorin Maike Strauss den Gottesdienst zum Thema Ruth mit meiner Begleitung mit uns feiern sollte.

Das ist nun nicht möglich. Mit ihrer Erlaubnis habe ich einige Teile aus dem geplanten Gottesdienst herausgegriffen und lade Sie damit zur persönlichen Meditation ein.

Alternative spirituelle Möglichkeiten sind in den früheren Mails und auf der Homepage nachzulesen.

Dritter Sonntag nach Epiphanias

Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Friede sei mit euch.

Eingangslied EG 66,1, 8 Jesus ist kommen

Der Wochenspruch für den dritten Sonntag nach Epiphanias steht im Lukas Evangelium Kapitel 13, Vers 29:

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

Liebe Gemeinde!

Die christliche Botschaft macht nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt. Sie gilt ausnahmslos allen Menschen. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Auch Jesu Ahnen sind international wie die Moabiterin Rut, die mit ihrer Schwiegermutter in fremdes Land zog und ihre Religion annahm. Gottes Liebe kennt keine Grenzen – bezeugen die Apostel und Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. „Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist…
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kyrie:

Gott, bist du da?
Manchmal frage ich mich das.
Nicht im Kopf.
Mehr mit dem Herzen.
Eine Sehnsucht danach, dich zu spüren.
Bitte sei dann da, Gott.
Herr, erbarme dich.
Herr, erbarm dich unser!

Gloria

Herr, du bist groß.
In deiner Weite umfasst du alle Menschen.
Darüber dürfen wir uns freuen.
Wir sind nicht allein.
Wir gehören zu deiner großen Gemeinde,
die du sammelst
aus allen Himmelsrichtungen,
den Ländern des Ostens, des Westens,
des Nordens, des Südens.
Danke!
Ehre sei Gott in der Höhe
Und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.

Kollektengebet

Lasst uns beten:
Gott, in deiner Gegenwart bitten wir:
Öffne unsere Ohren, und wir hören.
Erleuchte unseren Geist, und wir verstehen.
Ermutige unseren Willen, und wir handeln.
Weite unsere Herzen, und wir überwinden Grenzen.
Das bitten wir dich in Jesu Namen.
Amen!

Evangelium: Lukas 17, 20-24

Glaubensbekenntnis

Lied EG 293,1-2 Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all

Predigt: Ruth 1,1-19 a

Anm. HR: Es lohnt sich, dieses kleine Büchlein – es hat nur 4 Kapitel – in einer stillen Stunde des sonntäglichen Lockdowns ruhig zu lesen.

Wir werden den vollen Gottesdienst mit der gesamten Predigt zu gegebener Zeit miteinander feiern. Anmerkungen von Frau Strauss zum Berliner Stadtteil Moabit haben mich besonders beeindruckt.

Hier nur der Anfang und das Ende der Predigt von Frau Strauss, sozusagen zum „Gustomachen“:

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!
Schon Johann Wolfgang von Goethe liebte dieses kleine biblische Buch, es sei „das lieblichste, kleine Ganze, das uns überliefert worden ist“ – und er bezog das offenbar nicht nur auf die Bibel, sondern alle Literatur, die er kannte. Und ich kann mich dieser Aussage gut anschließen. Vielleicht auch deshalb, weil die Geschichte von Rut eine Geschichte voller Hoffnung und Zuversicht ist. Einfache, arme Menschen meistern ihr Schicksal im Vertrauen auf Gott, der ihr Handeln bestimmt. Freundschaft und Solidarität spielen eine große Rolle. Mutig und vertrauensvoll gehen Rut und Co. Neuem, Unvorhergesehenem entgegen.“

………

„In der Geschichte von Noomi und ihrer moabitischen Schwiegertochter Rut geht es um Treue: Erst einmal um menschliche Treue über Grenzen hinweg – und darin dann um Gottes Treue, der zu uns steht – heute und in alle Ewigkeit.
Am 3. Sonntag nach Epiphanias geht es darum, dass Gottes Heilswillen Grenzen überschreitet. Die Kunde von der Erscheinung Gottes in Jesus Christus weitet sich in die nichtjüdische Welt aus. Auch im Buch Rut werden Grenzen überschritten. Das Buch Rut erzählt, wie es einer moabitischen Frau gelingt, durch ihre Grenzen überschreitende Treue in Israel heimisch und sogar die Ahnfrau von König David zu werden.“

Improvisation der Orgel

Fürbittengebet

(L1) Gott hat uns in Jesus Christus seine Liebe
zur ganzen Welt
und zu allen Völkern offenbart.
Lasst uns zu Gott rufen: Herr, erbarme dich.

(L2) Wir bitten
für die Völker der Erde
in Nord und Süd, in Ost und West:
dass sie einander Vertrauen schenken;
dass sie gemeinsam die Zukunft verantworten
und mit allen Kräften dem Wohl der Menschen dienen.
Lasst uns zu Gott rufen:

(L1) Wir bitten
für die christlichen Kirchen,
dass sie eins werden im Glauben und in der Hoffnung,
und sich für das Recht und die Würde aller Menschen einsetzen.
Lasst uns zu Gott rufen:

(L2) Wir bitten
für alle Menschen, die unterwegs sind
auf der Suche nach Glück:
dass sie das Licht finden,
das durch Jesus Christus in die Welt gekommen ist.
Lasst uns zu Gott rufen:

(L1) Wir bitten für uns,
dass wir leben im Geist Jesu Christi
und gemeinsam mit allen Menschen guten Willens
Wege des Friedens suchen in unserer Zeit
und dem nachfolgen,
der Weg, Wahrheit und Leben ist für alle Zeit.
Lasst uns zu Gott rufen:

Schenke uns Vertrauen, dass du mitten unter uns bist,
und dein Heil uns heilt durch Jesus Christus, unseren Herrn.

In der Stille dürfen wir Gott alles sagen,
was uns heute besonders am Herzen liegt.
S t i l l e

Gemeinsam beten wir das Gebet, das Jesus uns geschenkt hat:

Vaterunser

Segen

Der Herr segne dich,
er lasse dein Leben gedeihen,
er lasse deine Hoffnung erblühen,
er lasse deine Früchte reifen.

Der Herr behüte dich,
er umarme dich in deiner Angst,
er stelle sich vor dich in deiner Not.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir,
wie ein zärtlicher Blick erwärmt,
so überwinde er bei dir, was erstarrt ist.

Er sei dir gnädig,
wenn Schuld dich drückt, dann lasse er dich aufatmen
und mache dich frei.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich,
er sehe dein Leid, er tröste und heile dich.
Er schenke dir das Wohl des Leibes und das Heil deiner Seele.

Er gebe dir Frieden. (Kreuzzeichen)

Lied: EG 66,9 Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden.

Kleine Anmerkung: Häufig wird von Bräuten als Hochzeitsspruch erbeten:
„Wo du hingehst, will ich auch hingehen (Ruth 1,16).
Wenn ich dann auf den biblischen Kontext hinweise, dass dies die Schwiegertochter zur Schwiegermutter sagt, legt sich die Begeisterung.

(auch zum Weitergeben)

Orgelvorspiel

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
feiern wir diesen letzten Gottesdienst des alten Jahres in schlichter, meditativer und auch gekürzter Form.
Ohne gemeinsamen Gesang und mit Maskenpflicht außer bei denen, die gerade liturgisch tätig sind.
Wir durchbrechen damit die gemeinsame Empfehlung der Religionsgemeinschaften, bis zum Ende des Lockdowns am 17.Jänner nächsten Jahres keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern, der sich auch unser Presbyterium angeschlossen hat.

Die Lieder und Gebete sind auf dem Liedblatt abgedruckt. Falls Sie Gesangbücher verwenden, ersuchen wir, sie vorher und nachher eigenverantwortlich zu desinfizieren.

Herrnhuther Stern, beleuchtet, sichtbar über dem Altar in Eisenstadt

Evangelische Auferstehungskirche Eisenstadt und Neufeld a.d. Leitha

Unser Presbyterium hat der Vereinbarung zwischen den Religionsgemeinschaften und der Regierung zugestimmt. Daher sind alle Gottesdienste vom 26.12. bis 17.1. ausgesetzt. Ausnahme: Meditativer Gottesdienst zum Jahreswechsel am 31.12. um 17.00 Uhr. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage www.evang-eisenstadt.at (auch rechts oben „Impulse“) und evang.at/ Mitfeiern über geistliche Angebote in dieser Zeit.

 

Ein digitaler Adventkalender aus dem Evangelischen Burgenland:

Diesmal teilen wir die Beiträge von Mörbisch zum 2.Advent  Dem Kommenden entgegensehen und (gemeinsam mit Frank Lissy-Honegger) zum  Nikolaus am 6.Dezember - besonders für Kinder.

Orgel: Praeludium

Begrüßung

Wir können nun wieder gemeinsam Gottesdienst feiern.
Wenn auch mit Einschränkungen, von denen einige fast erwartungsgemäß vor einigen Tagen gelockert worden sind.
Es gilt immer noch: 1 m² Abstand zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben. Bitte dies auch nach dem Gottesdienst zu beachten.
Maskenpflicht besteht jetzt nur noch beim Betreten und Verlassen der Kirche. Beim Sitzen können sie abgenommen werden.
Desinfektionsmittel stehen am Kircheneingang bereit. Bitte, sie zu benutzen.

Was uns als Evangelische noch besonders weh tut, ist die von Behörden, aber auch von der Kirche und besonders von der österreichischen evangelischen Kommission für Kirchenmusik hoch angeratene Vorsicht beim gemeinsamen Singen. Ihren Empfehlungen hat sich übrigens auch die österreichische katholische Bischofskonferenz angeschlossen.

Und die Gottesdienste sollen vorläufig auch etwas kürzer sein.
Das betrifft auch die heute etwas gestraffte Liturgie.

Und so feiern wir auch diesen Gottesdienst
Im Namen Gottes, des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. (Amen)